Endometriose
Endometriose
Mo, 23. Februar 2026
Eine häufige, aber wenig erforschte Erkrankung
Endometriose ist eine chronische Erkrankung, die weltweit etwa 176 Millionen Frauen betrifft. Das entspricht ungefähr zehn bis fünfzehn Prozent der weiblichen Bevölkerung. Damit kommt Endometriose sogar häufiger vor als Typ-2-Diabetes bei Frauen. Trotz dieser hohen Zahl wird vergleichsweise wenig über die Krankheit geforscht, weshalb noch immer zu wenig darüber bekannt ist. Dieses geringe Wissen trägt dazu bei, dass Endometriose oft sehr spät oder gar nicht diagnostiziert wird.
Warum Endometriose so selten diagnostiziert wird
Ein zentraler Grund für die seltene Diagnose ist die schwierige Nachweisbarkeit der Erkrankung. Endometriose kann nur durch eine Bauchspiegelung (Laparoskopie) sicher festgestellt werden, andere Methoden wie z. B. ein Ultraschall reichen dafür nicht aus. Da eine Bauchspiegelung ein operativer Eingriff ist, wird sie nicht leichtfertig durchgeführt — insbesondere, wenn die Symptome unspezifisch sind. Diese diagnostische Hürde führt dazu, dass viele Betroffene lange Zeit ohne klare Diagnose bleiben oder ihre Beschwerden anderen Ursachen zugeschrieben werden. Obwohl Endometriose sehr verbreitet ist, bleibt sie daher häufig unerkannt.
Behandlungsmöglichkeiten
Früher wurde Endometriose häufig operativ behandelt. Heute wird eine Operation nur noch selten empfohlen. Stattdessen kommen vor allem hormonelle Therapien zum Einsatz. Zusätzlich können Veränderungen des Lebensstils, z. B. regelmäßige Bewegung, eine ausgewogene Ernährung oder Schmerzmittel helfen, die Beschwerden zu lindern.Da diese Maßnahmen oft auch ohne gesicherte Diagnose angewendet werden können, kann es vorkommen, dass Betroffene symptomatisch behandelt werden, ohne dass die Erkrankung eindeutig festgestellt wurde. Auch dies trägt dazu bei, dass Endometriose trotz ihrer Häufigkeit selten diagnostiziert wird.